Die Heinzelmännchen – Schule stellt sich vor

Die Heinzelmännchen – Schule ist eine zweizügige Einrichtung im Kölner Stadtteil Vingst.

Zur Zeit werden 203 Kinder in acht Klassen unterrichtet.

Jede Klasse hat eine eigene Klassenlehrerin oder einen Klassenlehrer, die sie in der Regel vom ersten bis zum vierten Schuljahr begleiten. Darüber hinaus arbeiten noch zwei Förderschullehrerinnen und eine Sozialpädagogin an unserer Schule, die sich in erster Linie um Kinder kümmern, denen das Lernen besonders schwer fällt und sie einzeln oder in kleinen Gruppen fördern oder die Lehrerinnen im Team unterstützen. Schließlich gibt es noch einen Muttersprachlehrer, der dafür sorgt, dass unsere türkischen Kinder ihre eigene Sprache nicht vergessen. Seit 2015 gibt es an unserer Schule auch eine Vorbereitungsklasse für Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache und ohne ausreichende Kenntnisse in Deutsch.

Da unsere Schule von Kindern aus vielen Nationen besucht wird, liegt der Schwerpunkt unseres Unterrichts auf der Sprachförderung. Schon vor der Einschulung besuchen die Schulneulinge einen Kursus, in dem sie die Grundlagen der deutschen Sprache erlernen oder ihre Kenntnisse festigen können. Auch für die Eltern unserer Schüler bieten wir Deutschkurse an.

Seit dem Sommer 2005 arbeiten wir in der „Flexiblen Schuleingangsstufe“ mit jahrgangsbezogenen Klassen. Das bedeutet, dass die Struktur der Klassen vom ersten bis zum vierten Schuljahr beibehalten wird und wir durch besondere Fördermaßnahmen den Kindern die Möglichkeit geben, die ersten beiden Schuljahre in nur einem Jahr zu durchlaufen oder sich – wenn nötig – bis zu drei Jahren Zeit damit zu lassen.

Außerdem haben wir ebenfalls seit Sommer 2005 unsere Schule in eine  „Offene Ganztagsschule“ umgewandelt, die unsere bisherige Randstundenbetreuung abgelöst hat und viele erweiterte Angebote für die Kinder unserer Schule bereit hält.

 

Heinzelmännchen-Schule erhält ihren Namen

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Vom Kollegium erdacht, von der Schulkonferenz beschlossen und von der Verwaltung genehmigt (und das alles einstimmig!) hat unsere Schule einen zusätzlichen Namen erhalten: Heinzelmännchen – Schule.

Das hat einen besonderen Grund:

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An der Gemeinschaftsgrundschule Heßhofstraße wird einerseits durch viele Literaturprojekte, Autorenlesungen und die regelmäßige Teilnahme an der LitCologne besonderer Wert auf Leseförderung gelegt.

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Zum anderen besteht durch die Mitwirkung am Projekt „Pänz lihre kölsche Sproch“ und die Beteiligung an den Konzerten in der Kölner Philharmonie und der Piazetta im Kölner Rathaus ein enger Bezug zum Kölnischen Brauchtum.

Was liegt da näher als die Schule nach den Personen zu benennen, die beides – Literatur und Brauchtum – miteinander vereinen:

Die Kölner Heinzelmännchen.

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Die von August Kopisch erschaffenen kleinen und vor allem fleißigen Kerle sind darüber hinaus auch Figuren, an denen sich die Kinder unserer Schule in mehrfacher Hinsicht orientieren können: Sind es doch kleine Wesen, die Großes bewirken können, wenn sie zusammenhalten, und besonders viel erreichen, wenn sie fleißig sind.

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Und für die Erwachsenen an der Schule gilt – wie für die Handwerksleute  in der Legende:

Die uns anvertrauten Kinder müssen gehegt und gepflegt werden,  denn wenn man sie verschreckt, ist es auch mit dem Fleiß und dem Erfolg vorbei. Darum – und auch, weil es bei uns schon ganz viele Heinzelmännchen unter den Eltern und im Kollegium gibt – haben wir uns diesen Namen für unsere Schule ausgesucht:Heinzelmännchen – Schule

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Herr Imgrund, unser sehr fleißiger Hausmeister, ist das beste Beispiel für den Fleiß der Heinzelmännchen. Deshalb wurde ihm der Rang des Chef – Heinzelmännchens übertragen.

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Was es nun mit den Heinzelmännchen auf sich hat, was sie so berühmt gemacht hat und wer sie eigentlich sind, erfahren wir hier:

Nach August Kopisch

Heinzel (17)

Wie war zu Köln es doch vordem
mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul,… man legte sich
hin auf die Bank und pflegte sich:

Heinzel (14)

Da kamen bei Nacht,
ehe man’s gedacht,
die Männlein und schwärmten
und klappten und lärmten,
und rupften
und zupften,

Heinzel (16)

und hüpften und trabten
und putzten und schabten…
Und eh ein Faulpelz noch erwacht,…
war all sein Tagewerk… bereits gemacht.

Heinzel (1)

Die Zimmerleute streckten sich
hin auf die Spän‘ und reckten sich.
Indessen kam die Geisterschar
und sah was da zu zimmern war.

Heinzel (2)

Nahm Meißel und Beil
und die Säg‘ in Eil;
und sägten und stachen
und hieben und brachen,
berappten
und kappten,

Heinzel (15)

visierten wie Falken
und setzten die Balken…
Eh sich’s der Zimmermann versah…
Klapp, stand das ganze Haus… schon fertig da!

Heinzel (3)

Beim Bäckermeister war nicht Not,
die Heinzelmännchen backten Brot.
Die faulen Burschen legten sich,
die Heinzelmännchen regten sich .

Heinzel (18)

Und ächzten daher
mit den Säcken schwer!
Und kneteten tüchtig
und wogen es richtig,
und hoben
und schoben,

Heinzel (4)

und fegten und backten
und klopften und hackten.
Die Burschen schnarchten noch im Chor:
Da rückte schon das Brot,… das neue, vor!

Heinzel (5)

Beim Fleischer ging es just so zu:
Gesell und Bursche lag in Ruh.
Indessen kamen die Männlein her
und hackten das Schwein die Kreuz und Quer.

Heinzel (19)

Das ging so geschwind
wie die Mühl‘ im Wind!
Die klappten mit Beilen,
die schnitzten an Speilen,
die spülten,
die wühlten,

Heinzel (6)

und mengten und mischten
und stopften und wischten.
Tat der Gesell die Augen auf,…
Wapp! hing die Wurst da schon im Ausverkauf!

Heinzel (7)

Einst hatt‘ ein Schneider große Pein:
Der Staatsrock sollte fertig sein;
warf hin das Zeug und legte sich
hin auf das Ohr und pflegte sich.
Da schlüpften sie frisch
in den Schneidertisch;

Heinzel (8)

da schnitten und rückten
und nähten und stickten,
und fassten
und passten,
und strichen und guckten
und zupften und ruckten,
und eh mein Schneiderlein erwacht:
War Bürgermeisters Rock… bereits gemacht!

Heinzel (11)

Neugierig war des Schneiders Weib,
und macht sich diesen Zeitvertreib:
Streut Erbsen hin die andre Nacht,
die Heinzelmännchen kommen sacht:

Heinzel (10)

Eins fähret nun aus,
schlägt hin im Haus,
die gleiten von Stufen
und plumpen in Kufen,
die fallen
mit Schallen,

Heinzel (12)

die lärmen und schreien
und vermaledeien!
Sie springt hinunter auf den Schall
Mit Licht: husch husch husch husch! – verschwinden all!

Heinzel (13)

Oh weh! nun sind sie alle fort
und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,
man muss nun alles selber tun!
Ein jeder muss fein
selbst fleißig sein,

Heinzel (9)

und kratzen und schaben
und rennen und traben
und schniegeln
und biegeln,
und klopfen und hacken
und kochen und backen.
Ach, dass es noch wie damals wär!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

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